Steuererklärung mit einem Klick

Shownotes

Neuer Name, neues Format: In der ersten Folge von „FinanzenBW – Das Briefing“ ordnet Finanzminister Danyal Bayaz ein, wie Baden-Württemberg die Steuererklärung digitaler und einfacher macht. Es geht um weniger Formulare, weniger Aufwand und darum, dass der Staat Bürgerinnen und Bürger nicht mehr nach Daten fragen sollte, die er längst hat.

In „FinanzenBW - das Briefing“ ordnet Finanzminister Danyal Bayaz regelmäßig aktuelle finanzpolitische Themen ein – mit Blick auf Baden-Württemberg und darauf, was sie konkret für Bürgerinnen und Bürger bedeuten.

Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:06: Willkommen bei FinanzenBW das Briefing, mein Name ist Daniel Bayers und ich bin Finanzminister von Baden-Württemberg.

00:00:13: In diesem Format will ich regelmäßig finanzpolitische Themen einordnen mit dem Blick aus Baden Württmberg und mit den Blick auf Baden Württembergh.

00:00:22: Und heute in der ersten Folge geht es um einen Thema was Millionen Menschen beschäftigt und ehrlicherweise viele Menschen auch lange vor sich her schieben was sie jedes Jahr machen müssen, nämlich die Steuererklärung.

00:00:32: Ja das ist nervig und anstrengend aber das geht in Zukunft einfacher idealerweise auf dem Smartphone und zwar nur mit einem Klick.

00:00:42: Warum geht es?

00:00:44: Robolare Belege Unsicherheit Die Steuererklärungen.

00:00:48: Das kostet häufig Zeit und auch viele Nerven.

00:00:51: natürlich fragen sich auch viele Menschen mache ich da eigentlich alles richtig?

00:00:55: Und genau deshalb führt Baden-Württemberg jetzt die vorausgefüllte Steuererklärung ein.

00:01:01: Das ist seit gestern, seit dem ersten Juli möglich und zwar über die kostenlose Meinelster Plus App.

00:01:09: Die wird von uns Bundesländern programmiert und es ist ja so dass die Steuerverwaltung schon die meisten Daten hat vom Arbeitgeber oder von der Rentenversicherung und künftig müssen diejenigen, die eine Steuererklärungen abgeben dann einfach nur noch die vorausgefüllten Daten überprüfen und können sie mit einem Klick absenden.

00:01:27: ehrlicherweise richtet sich das noch nicht an alle, die eine Steuererklärung abgeben.

00:01:32: Aktuell sind elf Komma fünf Millionen Menschen in der Lage das zu tun.

00:01:36: Ich will mal sagen einfache Steuerfälle also ledige Kinderlose Arbeitnehmer oder auch Rentner und künftig sollen dann aber auch Familien- und Verheirate dazukommen dass auch die von dieser einfachen vorausgefüllten Steuererklärung profitieren können.

00:01:52: Und es ist für uns als Verwaltung Aber eben auch für die Bürgerinnen und Bürger ein großer Fortschritt.

00:01:57: Warum ist das wichtig?

00:01:59: Für mich geht es dabei um eine einfache grundsätzliche Frage.

00:02:03: Muss der Staat von Bürgern Dinge abfragen, die er eigentlich schon weiß?

00:02:08: Wenn die Krankenkasse die Beiträge übermittelt oder die Rentenversicherung wenn der Arbeitgeber den Lohn übermittlt dann sollte kein zusätzlicher Aufwand bei den Unternehmen und den Bürgeren entstehen sondern der Staat hat schon alle Informationen.

00:02:22: Also der Staat sollte seine Bürgerinnen und Bürger nicht nach Informationen fragen, wie er längst hat.

00:02:27: Und genau aus diesem Grund bringen wir die Steuererklärung!

00:02:31: auf Smartphone.

00:02:32: Und wir nutzen das ja selbstverständlich fürs Online-Shopping oder fürs online Banking, warum auch nicht für die Steuererklärung?

00:02:38: Das ist unser Anspruch.

00:02:40: aber das heißt natürlich nicht dass man nicht auch weiterhin auf Beratungen zugreifen kann.

00:02:44: wenn man zum Beispiel Werbungskosten absetzen möchte und andere steuerliche Aspekte berücksichtigen möchte, kann man das weiterhin tun!

00:02:50: Natürlich muss die Steuereklärung dann immer noch geprüft werden.

00:02:54: Wie geht es weiter?

00:02:57: Und jetzt wollen wir nach und nach die Nutzergruppen erweitern, dass dieser digitale Service ein Service für alle Menschen wird.

00:03:04: Noch wichtiger aber ist.

00:03:05: ideal für die vorausgefüllte Steuererklärung ist ein einfacheres Steuersystem.

00:03:13: Da sind wir genau bei der aktuellen politischen Debatte denn es wird ja über eine Einkommenssteuerreform seitens der Bundesregierung diskutiert und deswegen mein Vorschlag Wir müssen im Steuerrecht mit mehr pauschalen arbeiten.

00:03:25: Ich möchte nicht, dass wir so viel Zeit damit verbringen.

00:03:28: Homeoffice-Tage zu zählen, Kilometer zu zälen.

00:03:31: Das Arbeitszimmer auszumessen, Werbungskosten abzusetzen und dafür jede Menge Zettel zu sammeln sondern lasst uns das in Pauschalen zusammenfassen – das entlastet die Steuerverwaltung.

00:03:43: Es entlastete vor allem auch die Bürgerinnen und Bürger denn diese Daten kennen die Finanzämter nicht.

00:03:48: Die kennen nur die Bürgerin und Bürger und deswegen geht ein einfaches Steuersystem auf der einen Seite eine vorausgefüllte digitale Steuererklärung auf der anderen Seite Hand in Hand.

00:03:58: Und deswegen werbe ich dafür, nicht nur Bürgerinnen und Bürger bei der Einkommensteuerreform zu entlasten sondern auch für mehr Pauschalierung und mehr Typisierung im Steuerrecht einzutreten.

00:04:08: Zwei Sachen sind noch ganz wichtig.

00:04:09: Erstens, um die vorausgefüllte Steuererklärung auch wirklich nutzen zu können muss man auf der Steuerplattform Elster registriert sein.

00:04:17: Ich weiß, der Name sorgt regelmäßig für Sport ich bin immer offen für Vorschläge für andere Namen und die Abgabe frisst für die voriaus gefüllte Steuererklärungen.

00:04:26: dies ist der einunddreißigste Juli.

00:04:28: Und zweitens wenn euch dieses Briefing gefallen hat dann teilt es, leigt es, kommentiert hier drunter Themenvorschläge habt, die ihr in diesem Format eingeordnet haben möchtet.

00:04:39: Dann schreibt uns an presse.fm.bwl.de und dann schauen wir uns das an!

00:04:44: Bis zum nächsten

00:04:51: Mal!

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